Sanfte Kraft des Wassers

Wasser- Quelle des Lebens

Urwaldflüsse, riesige Rinderweiden und Weizenfelder, Palmenhaine, Alleen von Eukalyptusbäumen und immergrüne Regenwälder: Paraguay ist ein fruchtbares Land. Wasser ist Natur, das kostbarste Gut des Landes. Wasser ist aber auch Wirtschaftskraft und unerschöpfliche Energiequelle in diesem "Garten der Welt". Doch Paraguay hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und die Entwicklung der wstlichen Industriestaaten verfolgt. Heute geht Paraguay mit der natürlichen Ressource Wasser sorgsam um - zum Schutz der Umwelt und zur Steigerung seiner Wirtschaftskraft.
Wasserkraftwerke leisten schon heute weltweit den grössten Beitrag zur Nutzung regenerativer Energien. Dabei sind es erst rund 23 % des technisch nutzbaren Potenzials ausgeschöpft. 1999 erzeugten alle Wasserkraftwerke zusammen 570 Gigawatt Strom - 20 % der weltweiten Stromerzeugung. Im Vergleich 436 Atomkraftwerke, die Ende 1999 in Betrieb waren, brachten es auf 352 Gigawatt - 18 % der weltweiten Stromerzeugung. Das grösste Wasserkraftwerk der Welt ist Itaipu in Paraguay. 1984 in Betrieb genommen liefert es heute 12,6 Gigawatt Strom. Ein Musterbeispiel für die wirtschaftliche Nutzung der Ressource Wasser. Entsprechend präsentierte sich Paraguay auf der Weltausstellung Expo 2000 unter dem Motto "Wasser - Quelle des Lebens".
Der Energiesektor im Mercosur befindet sich in einer Umbruchphase. Auf der einen Seite sind Privatisierungsprozesse zu beobachten, auf der anderen Seite sind noch umfangreiche Ressourcen, zum Beispiel Gasvorkommen, ungenutzt. Ausserdem wirkt sich der fortschreitende Industrialiesierungsprozess gerade in Ballungszentren auf den Energieverbrauch aus. Prognosen für die kommenden Jahre gehen aufgrund des Nachholbedarfs in der Region, zum Beispiel gegenüber Europa, von Wachstumsraten beim Stromverbrauch von 7 bis 10 % aus. Der Wasserkraft kommt dabei eine entscheidende Rolle zu.


Kooperation für die Umwelt

In Paraguay hat der Bereich der Umweltberatung durch die Gesetzgebung grossen Aufschwung erfahren: so ist vor privaten und öffentlichen Arbeiten oder Investitionen eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgeschrieben. Mehrere Finanzinstitute einschliesslich der Weltbank unterstützen Reformen, die eine grössere Beteiligung der Privatwirtschaft an der Versorgung der Bevölkerung mit grundlegenden Dienstleistungen, wie z.B. Wasser, ermöglichen sollen. Der Staat fördert die Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen. Ein entsprechendes Gesetz wird individuelle Lösungen für Gemeinden Städte und Regionen ermöglichen.
Itaipu, übersetzt "Singender Stein", ist ein gigantisches Gemeinschaftsprojekt mit Brasilien. Beide Länder sind aufgrund des 1973 geschlossenen Vertrages gleichberechtigte Partner. Für den Bau wurde das Flussbett des Parana in einen 2 km langen, 150 Meter breiten und 90 Meter tiefen Kanal umgeleitet. Die Experten verbauten im 196 Meter hohen und 1200 Meter langen Hauptstaudamm mehr als fünf Millionen Kubikmeter Spezialbeton.
Mit den Nebenstaudämmen erreicht die Anlage eine Ausdehnung von 7,5 km. Der Rio Parana staut sich auf 170 km Länge. Paraguay benötigt nur 3 % des erzeugten Stroms; der Rest wird nach Brasilien geliefert. So baut Paraguay seine durch das Projekt entstandenen finanziellen Verbindlichkeiten ab.
Die Leistungsstärke von Itaipu am 31. Dezember 1999 : 90.001.900 Mw/h - das war Weltrekord. Damit könnte 19 - mal der gesamte Strombedarf Paraguays gedeckt werden.
Das 1998 in Betrieb genommene Wasserkraftwerk Yacyreta, ein Gemeischaftsprojekt von Paraguay und Argentinien ist eines der modernsten der Welt. Yacyreta, übersetzt "Tal des Mondes", liegt am Hauptarm des Parana. Der Hauptstausee erreicht eine Höhe von 82 Meter und hat eine Oberfläche von 1.600 Quadratkilometern. Damit der Schiffsverkehr nicht unterbrochen wird, gibt es eine Schleuse, die einen Höhenunterschied von 24 Metern überwindet. Ycyreta erzeugt ein Drittel der Stromleistung von Itaipu, 18.120 GW/h. Dieser Strom geht komplett nach Argentinien.
Nach der Tilgung der durch die Kraftwerksbauten entstandenen Schulden durch Strom wird Paraguay mit Itaipu und Ycyreta zu den grössten Energielieferanten der Welt gehören !


Landfristig denken - von Anfang an

Der Bau der Kraftwerke war natürlich ein Einschnitt in die Natur. Doch es gab von Anfang an Konzepte, den ursprünglichen Zustand von Fauna und Flora wieder herzustellen - für Paraguay selbstverständliches Beispiel aktiven Naturschutzes. In Ycyreta wurden Umweltprojekte öffentlich ausgeschrieben; Privatfirmen übernahmen die Umsetzung. In der Region entstand ein neuer Wirtschaftsfaktor. Rund um den Itaipu - Stausee bietet ein breites Trockengebiet Schutz für das Grundwasser und die Erhaltung des Ökosystems. So wurden dort 14 Millionen Setzlinge gepflanzt, sowie Reservatprogramme ins Leben gerufen. Itaipu, im Stausee leben übrigens rund 50 Fischarten, ist mit den Naturschutzgebieten Itabo und Tati Yupi ein lebendiges Museum für Naturkunde. Wasserqualität und Fischvielfalt werden regelmässig kontrolliert.
Der ökologische Reichtum Paraguays ist im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern einzigartig. Es gibt mehr als 600 Vogelarten, 220 Arten von Säugetieren, 100 Reptilien - und 60 Amphibienarten !
Von der umweltschonenden Energiegewinnung profitiert das ganze Land. Und die Erhaltung der Lebensräume sowie der ökologischen Vielfalt ist dabei auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Gerade im Chaco, dem zweitgrössten Urwaldgebiet Amerikas, schafft der umweltbewusste Tourismus neue Einnahmequellen. Dienstleistung im Einklang mit der Natur verbessert die Lebensqualität der Bevölkerung und schafft neue Arbeitsplätze .

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