Ein Vorbild im Thema Naturschutz
Fundacion Moises Bertoni
Procer Arguello Nro.208
Casilla de Correros 714
Tel.: (595-21) 608 740-600 855 • Fax.: (595-21) 608 741
E-mail: moises@fmbert.una.pywww.mbertoni.org.py • Asuncion,Paraguay
Die paraguayischen Umweltgesetze vermitteln verschiedene Möglichkeiten zum Umweltschutz, darunter das System der privaten Reservate. Diese Möglichkeit wird von einer wachsenden Anzahl von Firmen und Grossgrundbesitzern angenommen, während nicht staatliche Organisationen für den guten Lauf der Aktionen zugunsten der Natur sorgen.

Das ist der Fall der Stiftung Moises Bertoni, eine nicht staatliche Organisation, die den Naturwald Mbaracayu, mit einer Fläche von 65.000 ha, verwaltet. Subtropischer Urwald, Savannen und Lagunen sind die Komponenten dieses Gebietes, das als eine der zehn grössten Landschaften der Welt betrachtet wird.

Der Wald Mbaracayu gibt einer vielfältigen Fauna einen sicheren Lebensraum, sein Reichtum an Bäumen und Pflanzen jeder Art enthält eine grosse Anzahl von für die Wissenschaft wichtigen genetischen Resourcen. Dieses Reservat, das sich im Nordosten von Ostparaguay befindet, ist das uralte Habitat der Stämme Ache und Ava Chiripa, die gut unter den besten Kennern der Natur stehen. Die wenigen Nachfahren dieser Völker leben noch heute neben dem Wald Mbaracayu und verwenden die aus dem Wald gewonnenen Fasern und Samen zu Herstellung von Körben und anderen Utensilien.

Der Wald Mbaracayu liegt 375 km von Asuncion entfernt und ist teilweise durch asphaltierte Strassen erreichbar ; unterwegs sieht man wunderschöne Landschaften mit Flüssen, Feldern und alten Dörfern. Das Reservat an sich hat innerhalb des Waldes mehrere signalisierte Laufwege, von denen einige für den Tourismus zugelassen sind. Ausserdem gibt es gleich an der Einfahrt Häuser für Besucher, die kleinen Gruppen die Möglichkeit für eine Unterkunft anbieten. Auch ein Camping-Areal steht den Besuchern zur Verfügung.

Das Reservat Wald Mbaracayu hat auch Waldhüter und Förster, die jeden Besucher gern beraten. Es sind nicht selten dort Wissenschaftler aus der ganzen Welt zu treffen, die für ihre Forschungsarbeiten im Wald Mbaracayu die idealen Bedingungen finden.